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Die Anakonda

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Foto: Anakonda (Eunectes murinus) Senckenberg Frankfurt/Main

 Indianer haben eine Anakonda (Eunectes murinus) gefangen.

Eine Anakonda (Eunectes murinus) hat ein Kalb erdrosselt. Der Hund, oben verläßt den Schauplatz. Zu bewachen, gibt es hier nichts mehr.

Verbreitungsgebiet: blau markiert

Bei der großen Anakonda (Eunectes murinus) (LINNAEUS, 1758) der größten unter den Riesenschlangen, sieht man welch gewaltige Beute (hier ein Wasserschwein) unzerteilt verschlungen werden kann. Der Mensch müßte im Vergleich dazu, einen ausgewachsenen Schäferhund an einem Stück herunterwürgen können. Schon mal ausprobiert.?

Es gibt noch die kleinere Südanakonda (Eunectes notaeus), sie  erreicht ca. 4m Körperlänge. Auf portugiesisch heißt Anakonda Sucuri.

Die größte Anakonda (Eunectes murinus gigas) soll 11,40 Meter lang gewesen sein, bei einem Körperumfang von 1,11 Meter an der dicksten Stelle.(Fundort: Orinoko, Ostkolumbien) Meistens werden sie 6-9 m groß. Die weiblichen Exemplare übertreffen dabei die männlichen deutlich. Die grössten bisher gemessenen Männchen, erreichten knapp  4 m Länge. Bei keiner anderen Riesenschlangenart, sind die Längenunterschiede zwischen den Geschlechtern deutlicher.

Ihr Verbreitungsgebiet liegt im nordöstlichen Teil Südamerikas. Der Kopf ist nur wenig vom Hals abgesetzt. Körpergrundfarbe ist oliv bis graugrün. Die Schlange lebt amphibisch, sie ist eher dämmerungs- als nachtaktiv.

Die Riesenschlange, wird bei längerer Terrarienhaltung recht umgänglich. Bei ihrer enormen Körperkraft ist jedoch immer Vorsicht angebracht.! So friedfertig, wie z.B. ein Königspython (Python regius), wird eine Anakonda nicht.

Ein Abdecken des Kopfes mit einem Tuch, beruhigt sie nach dem Betreten des Terrariums. Soll die Schlange zur Bodenreinigung ihren Ruheplatz verlassen, hilft ein in Alkohol getränkter Lappen, den man ihr dicht vor den Kopf hält. Reinigungs- und Wartungsarbeiten, sollten bei großen Tieren möglichst nicht alleine durchgeführt werden. Denn, bei agressiven Tieren, kann es im wahrsten Sinne des Wortes schnell “eng” werden.

Meistens handelt es sich jedoch um Abwehrbisse, eine Konstriktion erfolgt selten. Sollte es nach nach einem Biß zu einer Umschlingung des Körpers kommen, helfen folgende Maßnahmen: Alkohol direkt in das Maul der Schlange gießen, oder das Schwanzende des Tieres umbiegen, danach löst die Anakonda sofort ihren Biß. Diese Tipps gelten für alle großen Riesenschlangen.

Temperaturansprüche 24-28 Grad, ein großes Wasserbecken (22-26 Grad), mit kräftigen Ästen ist bei einem Tier dieser Größe selbstverständlich. Lebendgebärend.Die Zahl der Jungtiere schwankt zwischen ca. 15-70. Ihre Länge beträgt etwa 75 cm.

Nahrungsspektrum: Mäuse, Ratten, Hamster, Kaninchen, Ferkel, Meerschweinchen, Fische, Enten, Gänse, Hühner, je nach Grösse der Anakonda.

Achtung! Bei der Fütterung mit Lebendtieren, geht es teilweise extrem rauh zu. Leute mit sensiblem Gemüt sollten deshalb von der Haltung absehen. Oft wird aber auch vorher frisch abgetötete Nahrung von E. murinus angenommen.

Eine Anakonda, kann mit einer großen Beute, das 400 fache ihres täglichen Energiebedarfs decken. Dementsprechend lange sind auch ihre Fastenzeiten.

Eunectes murinus, wird wesentlich seltener in Zoos und Privathaltung gepflegt als etwa Boa Constrictor, Netzpython (Python reticulatus), oder Tigerpython (Python molurus). Sie hält sich sehr häufig im Wasserbecken auf, meist ist nur der Kopf von ihr zu sehen.

Den Altersrekord, unter allen Riesenschlangen (aus Zoohaltung), hält eine Boa Constrictor. Sie hieß "Popeye" und wurde im zoologischen Garten von Philadelphia 40 Jahre, 3 Monate und 14 Tage alt. Es kursieren, in manchen Veröffentlichungen Berichte über einen angeblich 47 Jahre alt gewordenen Königspython. Sie sind aber nicht bestätigt.

Über das Alter der Anakonda, sowie von anderen Riesenschlangen in freier Wildbahn, liegen keine gesicherten Angaben vor.

 

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