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Bei den Kammspinnen (Ctenidae), die öfters mit Transporten tropischer Früchte aus Süd- und Mittelamerika zu uns kommen, ist große Vorsicht beim Umgang notwendig.
Die Gattung Phoneutria hat ihr Hauptverbreitungsgebiet in Südamerika, aber auch in Mittelamerika kommt sie in kleinerer Anzahl vor.
Sie werden, teilweise mit Vogelspinnen und anderen tropischen Jagdspinnen z.B.Cupiennius salei verwechselt, ihr Biß kann aber fatale Folgen haben.
Das Leben, hängt danach oft buchstäblich am “seidenen Faden”. Gefährdet sind vor allem Kinder.
Die Schmerzen nach einem Biß sind fast unerträglich. Symptome: Gleichgewichtsstörungen, Niesreiz, Pupillenerweiterung, Sehstörungen, Speichel- und Tränenfluß. Der Tod tritt nach ca. 12-17 Stunden durch Atemlähmung ein. Das Gift zerstört relativ rasch das Gewebe. Deshalb kam es auch schon zu Amputationen.
Es bleibt meistens aber noch genügend Zeit für die Gabe von Phoneutria-Immunserum. (bis zu 12 Stunden nach dem Biß). Jedem Halter ist dringend anzuraten, das entsprechende Serum (Antivenom Bezeichnung Anti Arachnidic Serum ) vorrätig zu haben. Man kann es z.B. über die örtliche Apotheke bestellen, Hersteller ist das Institut Butantan in Sao Paulo (Brasilien).
Bekannteste Arten sind bei den Kammspinnen: Phoneutria bahiensis, P. boliviensis, P. eickstedtae, P. fera, P. keyserlingi, P. nigriventer, P.pertyi und P. reidyi. Ausgewachsene weibliche Tiere erreichen eine Körperlänge von 5 cm und werden etwa 5 Jahre alt. Größte Art ist Phoneutria fera.
Wegen ihrer extremen Agressivität und hohen Giftigkeit ist Anfängern von der Terrarienhaltung abzuraten.
Selbst bissige Vogelspinnenarten, wie z.B. (Haplopelma lividum), sind im Vergleich zu der Gattung Phoneutria als handzahm zu bezeichnen. Bei der geringsten Störung richten sie sich sofort auf, immer in Richtung des Angreifers, beißen blitzschnell mehrmals zu.
Eine Flucht in ihre Wohnhöhle, wie bei den Vogelspinnen, findet selten statt. Sie verfolgen, auch oft den vermeintlichen “Feind” wobei sie sehr schnell an Armen oder Beinen hochlaufen können. Auch ein direktes Anspringen aus kürzerer Entfernung ist möglich.
Bei Wartungsarbeiten des Terrariums, sollte die Spinne vorher entnommen werden, da man sonst mit sofortigen Angriffen rechnen muß.
Kammspinnen, entfernen sich zur Nahrungssuche häufig relativ weit von ihrem Unterschlupf. Deswegen werden sie auch Wanderspinnen genannt. Sie sind mit den europäischen Wolfsspinnen (Lycosidae) verwandt und gehören somit zu den Jagdspinnen, welche kein Netz bauen.
Ihre Beute verzehren sie schneller als Vogelspinnen. Das Futterangebot umfaßt je nach Größe des Tieres, Larven von Schaben und Wanderheuschrecken, Heimchen und Grillen. Als Faustregel kann gelten, das Futtertier sollte nicht größer sein, als der Carapax der Spinne.
Temperaturansprüche 25-28 Grad, Luftfeuchtigkeit 75-80%, Bodengrund gut feucht ohne Staunässe. Ein Trinkgefäß muß immer vorhanden sein.
Die Häutung erfolgt durch Anheftung mit klebrigen Fäden, im oberen Teil des Terrariums.
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